Google Analytics ist ohne datenschutzrechtliche Beanstandung unter bestimmten Voraussetzungen in Deutschland einsetzbar

5/5 (1 vote)

Rechtshinweis zum Artikel

Das beliebteste und am einfachsten einsetzbare Webseitenanalysetool ist das kostenfreie Google Analytics. In den letzten Jahren gab es zu Google Analytics erhebliche datenschutzrechtliche Bedenken.

Der Hamburgische Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit, konnte im September 2011 mit Google eine datenschutzkonforme Lösung für den Einsatz von Google Analytics in Deutschland herbeiführen: http://www.datenschutz-hamburg.de/news/detail/article/beanstandungsfreier-betrieb-von-google-analytics-ab-sofort-moeglich.html
Folgende Voraussetzungen sind unteranderem zu erfüllen: http://conversionroom-de.blogspot.com/2011/09/deutsche-datenschutzbehorden-bestatigen.html

  1. Der Websitebetreiber muss in seiner Datenschutzerklärung erwähnen, dass Google Analytics auf seinen Seiten eingesetzt wird.
  2. Der Trackingcode ist in der IP-Maske anzupassen, damit nicht die vollständige IP Adresse der Webseitenbesucher gespeichert wird. Siehe unter: http://support.google.com/googleanalytics/bin/answer.py?hl=de&hlrm=en&answer=181782
  3. Soweit das deutsche Datenschutzrecht auf die Nutzung von Google Analytics anwendbar ist, soll ein schriftlicher Vertrag mit Google geschlossen werden. Dies ist der Fall bei allen in Deutschland gehosteten Webseiten oder bei DE-Domains.  Den Vertrag erhalten Sie als PDF-Dokument unter:  http://static.googleusercontent.com/external_content/untrusted_dlcp/www.google.de/de/de/intl/de/analytics/tos.pdf
  4. Für Websitenbetreiber mit Sitz in Hamburg, die Google Analytics einsetzen, gilt dass bisher gesammelte Daten gelöscht werden müssen, da diese unrechtmäßig erhoben wurden. Nach Google ist dies nur möglich, wenn das vorhandene Analytics Konto bei Google geschlossen und ein neues eröffnet wird. Dem sollten auch Websitebetreiber in ganz Deutschland folgen, da davon auszugehen ist, dass sich alle Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit in Deutschland möglicherweise hiernach richten werden: http://www.datenschutz-hamburg.de/uploads/media/GoogleAnalytics_Hinweise_Webseitenbetreiber_in_Hamburg.pdf

Über den technschen Einsatz dieses oder anderer Tracking-Tools wie Piwik, kann Sie FFM Crossmedia aus Frankfurt am Main beraten: www.ffm-crossmedia.de

AID24 Rechtsanwaltskanzlei

5/5 (1 vote)

Klicken Sie auf das Formularfeld und kopieren Sie sich den HTML-Code heraus.

Weitere für Sie wahrscheinlich interessante Artikel
Beseitigung einer abgegebenen Unterlassungserklärung möglich?

Juristische Laien achten oft nur auf die in der Abmahnung geforderte Geldsumme. Sie übersehen dann, dass es sehr viel teurer werden kann,... Weiterlesen

Vorbeugende Unterlassungserklärungen wirksamer Schutz?

Kann die Abgabe einer vorbeugenden Unterlassungserklärung ein wirksamer Schutz vor Folgeabmahnungen sein? ... Weiterlesen

Wie weit reicht der Anspruch auf zukünftiges Unterlassen nach einer Urheberrechtsverletzung?

Wenn jemand Urheberrechte verletzt hat, geht es nicht nur um Schadensersatz. ... Weiterlesen

Videoblog
RA Scholze

Rechtsanwalt Christoph Scholze
Fachanwalt für IT-Recht (Informationstechnologierecht)
Lehrbeauftragter Dozent bei der Thüringer Verwaltungsschule (TVS)
Tel.: +49 611 89060871

AID24 Rechtsanwaltskanzlei
in Erfurt, Wiesbaden und Frankfurt am Main

Kostenloser Rückruf erwünscht?
Upload der Abmahnung oder weiterer Unterlagen
Die Dateien müssen kleiner als 16 MB sein.
Zulässige Dateierweiterungen: gif jpg png bmp tif txt rtf pdf doc docx bz2 gz rar zip.

* Diese Angaben werden benötigt.

Kanzleibriefe
IT-Recht und Arbeitsrecht: Mitbestimmungsrecht des Betriebsrats bzw. Konzernbetriebsrats insbesondere bei IT-Systemen

Das Mitbestimmungsrecht des Betriebsrats oder Konzernbetriebsrates ist unserer Ansicht nach eine der stärksten Beteiligungsformen des Betriebsrats an Entscheidungen des Arbeitgebers. Sofern diesem ein Mitbestimmungsrecht zusteht, sind die Entscheidungen des Arbeitgebers nur mit der Zustimmung des Betriebsrats oder nach einer Einigung mit Hilfe der Einigungsstelle... Weiterlesen

Datenschutz: Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) und BDSG n.F. sowie aktuelle Auslegungshilfen

Ab dem 25. Mai 2018 werden Unternehmen zum Teil die datenschutzrechtlichen Vorgaben der neuen EU-Verordnung „zum Schutz natürlicher Personen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten, zum freien Datenverkehr und zur Aufhebung der Richtlinie 95/46/EG (Datenschutzgrundverordnung)“ - oder kurz DSGVO - und des geänderten... Weiterlesen

Internetrecht: Domain gewinn.de kann nach Bereicherungsrecht herausverlangt werden?

Internetrecht: Bereicherungsanspruch eines früheren Domaininhabers erfolgreich bezüglich Domain gewinn.de durchgesetzt! Der Bundesgerichtshof entschied in seinem Urteil vom 18.01.2012 (Az. I ZR 187/10), dass ein Domainname an den früheren Berechtigten nach den Normen des § 812 I 1 Fall 2 BGB herausgegeben werden müsse. ... Weiterlesen